Kaokoveld Reisebericht

KAOKOVELD | Mai 2014

Ein Bericht von Nina Holtrup (auf Reise mit Mann Björn und Töchterchen Anna)

 

Es ist schwer solch einen Trip in Worte zu fassen. Aber versuchen wir es mal, einen kleinen Einblick in das Erlebte zu geben…

Startpunkt war – wie soll es anders sein – Swakopmund. Mit voll gepacktem Landcruiser, aber ohne Trailer (wegen des Van Zyls Passes) haben wir uns auf den Weg in Richtung Kaokoveld gemacht. Erste Ziel war die Khowarib Schlucht, etwa 450km nördlich von Swakopmund. Nächsten Tag ging es gleich weiter in Richtung Van Zyls Pass (steilster Pass Namibias), der schon lange auf unserer Wunschliste stand. Die Anfahrt zum Van Zyls Pass hat uns wegen des schlechten Wegzustandes sehr lange gedauert, so dass wir die zweite Nacht in einem Trockenfluss ca. 20km vor dem Pass wild gecampt haben. Da in diesem Gebiet viele kleine Himbadörfer liegen, haben wir uns möglichst leise verhalten, um keine Unruhe zu erzeugen und Zuschauer zu bekommen. Die letzten 20km zum Pass haben uns den nächsten Morgen ca. 2 Stunden abverlangt. Mühselig. Und dann sollte es erst richtig losgehen…

 

 

Überraschenderweise ging uns der Pass selbst aber die ersten 11km (dank Björn's fachmännische offroad-Erfahrung) relativ einfach von der Hand. Den Pass sollte man übrigens wegen des Zustandes und der Steigung nur abwärts von Osten nach Westen fahren. Nach 2 Stunden und 11km wurden wir dann kurz vor Ende mit einer Aussicht belohnt, die alle Strapazen vergessen haben lassen und die wohl ewig in unserer Erinnerung bleibt. Die Hartmann Berge hinter dem Tal des Marienflusses – unglaublich schön! Nach ordentlich Gänsehaut, vielen Fotos und einem kühlen Getränk haben wir den gefährlichsten Teil des Passes hinab in das Marienfluss Tal (ca. 1km)  in Angriff genommen. Auch hier – dank Björn und Landcruiser– keine größeren Probleme, auch wenn die vielen steilen und spitzen Steinstufen einiges vom Wagen abverlangt haben. Die nächsten zwei Nächte haben wir im Marienfluss Tal am Kunene Fluss mit Blick auf Angola verbracht. Ein kleines Paradies an der nördlichen Grenze Namibias. Über einen Abstecher in das Hartmann Valley ging es dann langsam in Richtung Purros, wo uns gleich im Hoarusib River vor Erreichen des Camps eine Herde Wüstenelefanten begrüsst hat. Auch Löwen wurden nur wenige Kilometer vom Camp gesichtet, jedoch konnten wir nicht mehr als frische Spuren finden. Dafür wurde unser Camp von einem Elefanten und einer braunen Hyäne in der Nacht aufgesucht. Leider haben wir beides verschlafen. Von Purros – was uns absolut fasziniert hat – ging es über das kleine Örtchen Sesfontein zum Tanken für viele Kilometer langsam durch den Hoanib Trockenfluss. Immer mit Ausschau nach Wildtieren und Spuren. Mit Erfolg! Die Nacht haben wir kurz ausserhalb des Hoanib verbracht. Abschluss des Trips war eine Nacht im südlichen Teil der Palmwag Concession. Und ja – wir hatten das Glück und haben auf dem Weg neben vielen Zebras, Straußen, Oryxantilopen und anderen Tierchen auch ein schwarzes Nashorn (typisch für die Palmwag Concession) mit Jungtier vor die Linse zu bekommen. Ein perfekter Abschluss einer tollen Reise! Die vielen Eindrücke des Kaokovelds werden uns unvergessen bleiben. Nach nun mehr als 7 Jahren in Namibia, hat uns dieser trip noch immer sprachlos über die Schönheit des Landes gemacht. Gänsehautstimmung pur! 10 Tage ohne Handyempfang, ganz auf uns allein gestellt, teilweise ohne fliessend Wasser und mit vielen Stunden, in denen man ausser ein paar Tieren und einer atemberaubenden Landschaft keiner Menschenseele begegnet. Das ist unsere Definition von Luxus und Freiheit! :)

Route: Khowarib Schlucht – Van Zyls Pass – Marienfluss – Hartmann Valley – Purros – Hoanib River - Palmwag Concession

Fotos zum Trip gibt es auf unserer facebook Seite: https://www.facebook.com/NamibiaClickTravel

 

 

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